Politik

Ein verkehrspolitisches Jahr mündet im ETH-Bericht «Verkehr ’45»

Im Berichtsjahr stand die Aufarbeitung der abgelehnten Abstimmung über die Nationalstrassenprojekte im politischen Fokus. Diese hat über die Abstimmungsvorlage hinaus eine grundsätzliche Diskussion über Infrastrukturprojekte insbesondere im Verkehrsbereich ausgelöst und mündete im ETH-Bericht «Verkehr ’45» des Bundesrates. Die Debatte dazu geht ins nächste Jahr über – es wurden eine Botschaft und eine Vernehmlassung für den Sommer 2026 angekündigt. suisse.ing begleitete diese Diskussion und bereitet sich auf die weiteren Schritte vor. Gleichzeitig liefen die weiteren politischen Arbeiten des Verbandes wie gewohnt weiter.

Die politischen Tätigkeiten von suisse.ing umfassen das Verfassen von Positionspapieren, Stellungnahmen zu Vernehmlassungen, die Beteiligung an Abstimmungskampagnen, die Beobachtung aktueller Geschäfte auf Bundesebene sowie die proaktive Vertretung von Brancheninteressen gegenüber der nationalen Politik. suisse.ing nahm im Berichtsjahr als Vertreterin der Planungsbranche regelmässig an verschiedenen Informations- und Austauschmeetings teil und vernetzte sich mit relevanten AkteurInnen.

Treffen Politik Bauenschweiz

Die auf Anregung von suisse.ing seit 2018 stattfindenden operativen Quartalstreffen der Politikverantwortlichen bei den Mitgliederverbänden von Bauenschweiz haben sich auch dieses Jahr als sehr nützlich erwiesen. Der informelle Austausch erleichtert die Koordination und Wissenserweiterung bei politischen Geschäften innerhalb der Bauwirtschaft.

Vergabemonitor der Schweizer Bauwirtschaft

suisse.ing unterstützt den Vergabemonitor der Schweizer Bauwirtschaft ideell und finanziell. Das von Bauenschweiz initiierte und von Mitgliedverbänden unterstützte Vergabemonitoring soll die Umsetzung dieses Kulturwandels anhand einer zeitnahen, datenbasierten und übergeordneten Analyse der Ausschreibungen messen. Damit soll eine Diskussionsgrundlage geschaffen werden, um Beschaffungsstellen sowie AnbieterInnen für Veränderungen zu sensibilisieren.

Sessionsmonitor suisse.ing

Vor jeder Session des National- und Ständerates hat suisse.ing eine Sessionsvorschau erarbeitet und diese den interessierten Kreisen aus Politik, Mitgliedern und Behörden zugestellt. Darin werden die aus ingenieurtechnischer Sicht wichtigsten Geschäfte, die im Parlament traktandiert sind, gezeigt. Wo sinnvoll, positioniert sich suisse.ing mit einer Empfehlung zur Annahme oder Ablehnung oder kommentiert das Geschäft für die interessierten LeserInnen.

Stellungnahmen zu Vernehmlassungen über Revisionen, Gesetze und Verordnungen

suisse.ing hat im Berichtsjahr mehrere Stellungnahmen zu laufenden Vernehmlassungen erarbeitet und eingereicht: zum Abkommen Schweiz-Ukraine «Zusammenarbeit im Wiederaufbauprozess der Ukraine», zur «Änderung des Geoinformationsgesetzes», zum «Bundesgesetz über das Entlastungspaket 2027» sowie zur «Blackout-Initiative».

Neues Positionspapier zum Thema Bildung

Im Berichtsjahr hat suisse.ing das Positionspapier «Technische Studiengänge an Schweizer Fachhochschulen» publiziert. Darin wurden Forderungen zur hochwertigen Ausbildung in den technischen Studiengängen an den Schweizer Fachhochschulen aufgestellt. Diese richten sich an die Fachhochschulen wie an die kantonale Politik im Umgang mit Fachhochschulen.

Teuerung 2025 / Honorarentwicklung 2026

Gegen Ende des Berichtsjahres hat suisse.ing eine Empfehlung an die Mitgliedsunternehmungen gerichtet. Im Kontext des Marktumfelds wurde empfohlen, eine Erhöhung der Gesamtlohnsumme um 0.5 bis 1,5% (individuelle Lohnanpassungen) vorzunehmen. Nebst den höheren Personalkosten (welche üblicherweise rund 75% der Gemeinkosten eines Planungsbüros ausmachen) sehen sich Ingenieurunternehmungen weiterhin auch in anderen Bereichen mit höheren Einkaufspreisen konfrontiert (ICT/Hardware, Software-Lizenzen, Energiekosten, Mietkosten u.ä.). Angesichts des traditionell eher tiefmargigen Projektierungsgeschäftes, versteht es sich, dass die unvermeidlichen Kostensteigerungen mit höheren Honoraren kompensiert werden müssen.